Privat-Rechtsschutzversicherung

Eine private Rechtschutzversicherung kommt grundsätzlich für alle Kosten auf die durch Rechtsstreitigkeiten im privaten Bereich entstehen können. Hierbei ist es unerheblich ob ein Rechtsstreit aus nachbarschaftlichen Diskrepanzen entstanden ist oder ob sie zum Beispiel mit einem Händler einen Garantiefall für eine gekaufte Sache vor Gericht klären müssen. Wie der Name eben auch sagt: Rechtsschutz privat!

Grundsätzlich sollten Sie sich immer vor Beginn eines Rechtsstreits schriftlich oder telefonisch die Zusage von der Versicherung einholen, ob diese bereit ist für die entstehenden Kosten aufzukommen. In der Regel wird diese Kostenzusage schnell und unkompliziert gemacht. Sie können es allerdings auch ihren Rechtsanwalt überlassen diesbezüglich bei der Versicherung anzufragen.

Die private Rechtsschutzversicherung wird allgemein auch als Familien-Rechtschutzversicherung bezeichnet. Von ihr werden auch Kosten gedeckt, die durch Gerichtsverfahren verursacht werden, in denen ihr Ehegatte oder ihre unverheirateten Kinder, bis zur Vollendung des fünfundzwanzigsten Lebensjahres, verwickelt sind. Auch bei Lebenspartnerschaften ist der im selben Haushalt lebende Partner mitversichert, sofern dies der Versicherung mitgeteilt wurde und diese schriftlich ihre Zustimmung dazu erteilt hat.

Die private Rechtschutzversicherung kommt für alle Kosten auf die aus gerichtlichen Streitigkeiten entstehen, die den privaten Rahmen betreffen. Dazu zählen Strafrechtssachen, Bußgeldverfahren, Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber, Auseinandersetzungen vor Sozialgerichten und Schadensersatzsachen.

Nicht erstattet werden familieninterne Streitigkeiten, zum Beispiel Scheidungen und Ähnliches sowie Fälle die das Erbrecht betreffen. Bei letzteren werden lediglich die Kosten erstattet, die durch eine anwaltliche Beratung entstehen. Desweiteren werden Baurechtsstreitigkeiten nicht von der Versicherung übernommen. Wer sich gegen Streitigkeiten mit dem Vermieter oder Mieter absichern möchte, muss dies gesondert mit der Versicherung vereinbaren. In der Regel stimmt diese dem zu, wenn der Versicherte sich bereit erklärt einen geringen Mehrbetrag zu zahlen.